Newsletter 2018-7: Verspannungen

Newsletter 2018-7: Verspannungen

Wir helfen: Verspannungen

 

Stress und Hektik führen, neben zu langem oder falschem Sitzen, häufig zur Volkskrankheit Nr. 1: Rücken!

90 Prozent aller akut auftretenden Verspannungen, Rücken- und Nackenschmerzen verschwinden jedoch innerhalb von zwei Wochen wieder – egal, wie sie behandelt werden. Wenn Sie betroffen sind, können Sie zunächst versuchen, ihre Beschwerden mit einfachen, natürlichen Methoden wie Wärme, Entspannung und leichter Bewegung zu lindern. Diese Hilfe reicht in den meisten Fällen oft schon aus. Sollten Sie trotz dieser Hilfe keine Linderung erfahren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da es sich möglicherweise um eine ernstere Angelegenheit handelt. Der Arzt kann sicher feststellen, ob bestehende Beschwerden und Schmerzen auf Muskelverspannungen zurückgehen oder ob eine andere Erkrankung, etwa ein degenerativer Bandscheibenschaden, die Ursache ist. Er kann darüber hinaus eine wirksame Therapie gegen anhaltende Schmerzen in verspannten Muskelgruppen empfehlen, beispielsweise eine spezielle Krankengymnastik.

 

Unbehandelte, schmerzhafte Verspannungen in der Rücken- und Nackenmuskulatur führen häufig zu einem Teufelskreis aus chronischem Schmerz, häufig auch begleitet von Kopfschmerz. Aus einer zusätzlich eingenommenen Schonhaltung resultieren meist neue Schmerzen (Schmerzgedächtnis) in den verspannten Muskelpartien. Die allgemeine Leistungsfähigkeit der Betroffenen sinkt und sie trauen sich körperlich immer weniger zu. Medikamente können kurzfristig die Schmerzen ausschalten und helfen, Beweglichkeit möglich zu machen, zu verbessern und das Gefühl von Lebensqualität wieder herzustellen.

 

Um aber eine solche Entwicklung von vornherein zu verhindern ist es ratsam, sich entwickelnde Verspannungen frühzeitig wahrzunehmen und ihnen entgegen zu wirken oder besser noch, Verspannungen präventiv vorzubeugen, denn vorbeugen ist besser als heilen: Grundsätzlich ist Bewegung die effektivste Maßnahme, um selbst chronisch gewordene Verspannungen dauerhaft zu lösen und weiteren Verspannungen vorzubeugen. Beim Gehen beispielsweise werden die Rückenmuskeln sanft massiert, die Wirbelsäule mobilisiert und die schmerzenden Muskeln gelockert. So lösen sich leichte Verspannungen von alleine. Sind die schlimmsten Beschwerden beseitigt, sollten Sie so schnell wie möglich wieder aktiv werden und ihren Lebensalltag aufnehmen. 2 x am Tag ein Spaziergang wirkt Wunder. Oder versuchen Sie doch mal Nordic Walking.

Aber auch ein Saunabesuch oder Schwimmen im warmen Wasser helfen, wieder in Schwung zu kommen, wobei Höchstleistungen keine Rolle spielen sollten. Besonders günstig sind Ausdauersportarten, bei denen möglichst viele Muskeln gleichmäßig beansprucht werden. Lange Bettruhe ist übrigens Gift bei Verspannungen.

 

Um Verspannungen in Ihrem beruflichen Alltag zu verhindern, schaffen Sie Routinen und bauen Sie täglich drei einfache, kurze Übungseinheiten in Ihren Terminkalender ein. Wechseln Sie häufiger mal die Arbeitsposition. Stehen Sie beim Telefonieren auf, oder nehmen Sie sich einen Moment und lassen Sie Ihre Schultern kreisen: 10 x nach hinten, 10 x nach vorn. Zur Dehnung der Nackenmuskulatur bringen Sie Ihr Kinn zur Brust, Kopf langsam kreisen lassen, 10 x im Uhrzeigersinn, 10 x gegen den Uhrzeigersinn. Dehnübungen am Türrahmen sind auch einfach umzusetzen: Stellen Sie sich aufrecht in den Türrahmen, Unterarme vollständig auf den rechten und linken Türrahmen legen. Die Armstellung zur Schulter sollte einen rechten Winken ergeben. Verlagern Sie Ihr Gewicht auf die Unterarme. Sie werden sofort die Dehnung im Rücken und Brustbereich spüren.

Halten Sie die Spannung einen Moment, dann eine kurze Entspannung und eine erneute Spannung. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga oder progressiver Muskelentspannung kann langfristig vor körperlichen, aber auch psychischen Verspannungen schützen. Auch das lässt sich übrigens prima in den Arbeitsalltag integrieren.

 

Bleiben Sie entspannt und gesund – Wir helfen Ihnen gern dabei!