Newsletter 2018-9: Augen im Stress

Newsletter 2018-9: Augen im Stress

Rund 20 Millionen deutsche Erwerbstätige gehen einer Bildschirmarbeit nach, so lässt sich das berufliche, stundenlange Starren auf den Monitor oft nicht vermeiden. Aber auch in unserer Freizeit bestimmen Smartphone, Tablet und Co. unseren Tag. 80 % der Informationen, die wir täglich konsumieren, werden über unsere Augen aufgenommen. Kindern wurde vor Jahrzehnten scherzhaft bereits von Elternseite prognostiziert, dass man vom Fernsehen viereckige Augen bekommt. Hat keiner geglaubt und gestimmt hat es auch nicht. Trotzdem begünstigen heute Fernsehen, Bildschirmarbeit, Smartphone, Tablet & Co. unter anderem Kurzsichtigkeit, trockene Augen und auch Kopf- oder Nackenschmerzen.

Das American National Health Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) stellte in einer Studie fest, dass 80% der Menschen, die täglich mehr als 3-4 Stunden am Bildschirm verbringen, an gestressten, müden Augen leiden. Diese Belastung kommt zur grundsätzlichen gestiegenen Arbeitsbelastung und damit einhergehender körperlicher und psychischer Stressbelastung hinzu. Um gesund zu bleiben, sollten wir zu geeigneten Gegenmaßnahmen greifen. Viele betreiben nach der Arbeit Sport: Muskelsport, wie Laufen, Tanzen, Fitnessstudio – nur unsere Augenmuskeln werden vernachlässigt, was weitreichende Folgen hat.

Laut Wissenschaftlern des European Eye Epidemiology Consortium ist jede/r zweite Europäer/in zwischen 25 und 29 kurzsichtig. Die Kurzsichtigkeit nimmt europaweit zu. Verantwortlich für diese negative Bilanz ist vor allem die exzessive Nutzung von Bildschirmen. Bei jungen Erwachsenen mit höherem Bildungsgrad sind sogar 52% von Kurzsichtigkeit betroffen.  Die Symptome sind uns sicherlich vertraut:

  • Trockene Augen
  • Brennende, gerötete Augen
  • Verschwommenes Sehen
  • Doppeltsehen oder leichtes Schielen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit und Schwindel
  • Verminderte Leistungsfähigkeit

Aber warum strengt das Starren auf Bildschirme unsere Augen so an? Bildschirmzeichen sind Bildpunkte, die keine scharfen Kanten besitzen. Im Zentrum des Bildschirms sind die Zeichen dazu am dichtesten, während sie zum Rand hin unschärfer werden. Unsere Augen haben es so schwerer, den Fokus zu behalten. Unser direktes Sichtfeld deckt darüber hinaus höchstens den Raum zwischen Tastatur und Monitor ab. Ein völlig unnatürliches Sehverhalten für die Augen, das sogar zu einer Art Krampf der Augenmuskeln, einem sogenannten „Akkomodationskrampf“ führen kann.

Wir haben für Sie 10 Tipps zusammengestellt, was Sie tun können, um einer Überbelastung Ihrer Augen entgegen zu wirken und zusätzlich fünf einfache Übungen, um müde Augen wieder munter zu machen.

 

Zu den 10 Tipps