Newsletter 3: Das 3-Tage Wochenende!

Newsletter 3: Das 3-Tage Wochenende!

Man kann einen Arbeitskollegen/in dafür bei einem Radiosender vorschlagen. Der Radiosender bespricht das anschließend mit dem Chef und wenn der vorgeschlagene Arbeitnehmer es „verdient“ hat, bekommt er in einer Konferenzschaltung mit Radiomoderator und dem Chef dann donnerstags das 3-Tage-Wochenende geschenkt.

Große Freude bei allen Beteiligten!

 

Aber ist diese Art „Geschenk“ einer 4-Tage-Woche noch zeitgemäß? Viele können über eine solche Radioaktion nur lachen. Die 4-Tage-Woche ist in Deutschland zwar immer noch eine Ausnahme, wird aber bereits von einer Vielzahl von Unternehmen gezielt eingesetzt. Dieses ausgesprochen flexible Arbeitszeitmodell geht damit auf die Wünsche der Menschen ein, bei denen das Geld längst nicht mehr an erster Stelle steht und denen unter anderem ein ausgewogenes, stressfreieres und gesünderes Leben wichtig ist.

 

Für viele bedeutet die 4-Tage-Woche einfach ein langes Wochenende, also mehr Erholung und Regenration. Für Pendler ist es ein Tag weniger in Auto oder Zug, für Eltern ein Tag mehr Zeit für die Kinder, für Reiselustige die Möglichkeit einer Kurzreise. Eine hohe Anzahl von Arbeitnehmern nutzt den freien Tag, gerade in dieser Zeit, für ehrenamtliches Engagement oder auch zur Weiterbildung.

 

Für Unternehmen bedeutet die 4-Tage-Woche in jedem Fall besser erholte, zufriedene Angestellte. Denn in vier motivierten Tagen schafft ein zufriedener, weniger gestresster Kollege genauso viel wie andere unzufriedene, gestresste Mitarbeiter in fünf Tagen.

 

Für kleine Betriebe, die mit festen und freien Mitarbeitern zusammenarbeiten ist dieses Modell eine gute Möglichkeit flexibler auf das Arbeitsvolumen eingehen zu können und nicht immer die vollen Kosten für allen Stellen tragen zu müssen. Bei viel Arbeit wird für einige Zeit und in Absprache wieder auf Vollzeit aufgestockt.

 

Fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag, so sieht die typische Arbeitswoche in Deutschland bisher aus. Ohne finanzielle Einbußen für die Arbeitnehmer wäre aber auch eine 4-Tage-Woche mit zum Beispiel 10 Arbeitsstunden am Tag denkbar. Das wird bereits von einigen Betrieben angeboten und von den Mitarbeitern sehr gut angenommen. Eine körperliche oder geistige Überlastung scheint es nicht zu geben. Einige Unternehmen werben sogar ihre Mitarbeiter mit der Möglichkeit des Modells der 4-Tage-Woche bei 100 % Lohnzahlung.

 

Wichtig bei der Einführung und Umsetzung von neuen Arbeitszeitkonzepten ist die Flexibilität der Mitarbeiter und der Geschäftsführung sowie eine funktionierende Abstimmung und Kommunikation, damit freitags das Unternehmen nicht plötzlich personell unterbesetzt ist. Grundsätzlich sollte bei sich verändernden Lebensumständen den Mitarbeitern auch der Wechsel von einem Arbeitszeitmodell in ein anderes möglich sein.

 

In Zeiten von Work-Life-Balance, dem gesetzlichen Anspruch auf Teilzeitanstellung, Home Office, mobilem Office und ständiger Erreichbarkeit müssen sich auch die Arbeitszeitkonzepte den Erfordernissen des Arbeitsmarkes anpassen.